Gemeinsam mit dem Sponsor Smurfit Kappa Zülpich Papier war es dem Förderverein gelungen, eine eigene Rose für die Landesgartenschau zu bekommen. Die Gäste konnten am Donnerstagbend schon die ersten Exemplare bewundern.

Zülpich - Nicht nur für Gärtnermeister Karl-Josef Schmitz war es am Donnerstagabend ein großer Moment. „Dies ist die Geburtsstunde der Laga-Rose“, sagte er und zeigte anschaulich wie die Veredelung einer Rose funktioniert. Eingeladen hatte der Förderverein der Landesgartenschau 2014 in die Gärtnerei Schmitz nach Ülpenich.

Gemeinsam mit dem Sponsor Smurfit Kappa Zülpich Papier war es gelungen, eine eigene Rose für die Landesgartenschau zu bekommen. Die Gäste konnten an diesem Abend schon die ersten Exemplare bewundern. Es handelt sich um eine Kletterrose in einem zarten Rosa-Ton. Sie zeichnet sich durch eine volle Blüte und einen feinen Duft aus. Es wird aber auch eine vergleichbare Beetrose geben. In jedem Fall ein Schmuckstück nicht nur für die Ortschaften, sondern für jeden Garten.

Begeisterung

Der Fördervereinsvorsitzende Dr. Dieter Stöhr war an diesem Abend nicht der einzige, der sich begeistert zeigte. Schmitz hatte seine guten Kontakte zu Rosenzüchtern spielen lassen und fand in der Firma Kordes einen Partner, der bereit war, für die Laga eine neue Züchtung zur Verfügung zu stellen. Der erste Züchter, den er angerufen hatte, habe ihm gesagt: „Für 30 000 Euro bekommst du deine eigene Züchtung“, erzählte Gärtnermeister Schmitz. Das kam natürlich nicht in Frage. Der Name der Rose steht noch nicht fest. Die Mitglieder des Fördervereins konnten Vorschläge einreichen, der Züchter behielt sich allerdings das Recht zur Namensgebung vor. Schließlich soll sie europaweit vermarktet werden.

„Es ist uns gelungen, eine Rose mit eigenem Namen zu bekommen“, freute sich Stöhr und bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei Dr. Peter Kramp, Geschäftsführer der Zülpicher Papierfabrik, die für dieses Projekt Geld zur Verfügung gestellt hat. Die Ortschaften lagen dem Unternehmen besonders am Herzen.

Die Ortsvorsteher durften je ein Exemplar der Pflanze mitnehmen, denn Karl-Josef Schmitz hatte schon einige Rosen vorbereitet. Hautnah konnten die Mitglieder des Fördervereins miterleben, wie eine Rose veredelt wird. Schmitz nahm sie auf das Feld mit, auf dem die LaGa-Rose wachsen wird. Dort stehen schon etliche Wildrosen, die als Stamm für die Veredelung dienen.Der Züchter stellt der Firma Schmitz dabei das Erbmaterial zur Verfügung. Von dem sogenannten „Edelreis“ entnimmt der Gärtner ein „Auge“. Darin ist die Erbinformation der künftigen Rose enthalten. Der Wurzelhals der Wildrose muss dann sorgfältig gesäubert werden, die Schnitte müssen exakt sein. In Richtung Westen wird das Auge eingesetzt und hinterher abgeklebt. Im nächsten Jahr wird die Rose etwas oberhalb der Veredelungsstelle beschnitten, damit sie sich schön verzweigen kann.

Quelle: KStA.de